Vita – über mich

 

Bild: Kerstin Alexander im Atelier, 2016
Kerstin Alexander im Atelier, 2016

Vita

1961
geboren in Jena

lebt und arbeitet in Halle (Saale),
lehrt in Merseburg

Ausbildung

1986 – 1988
Meisterstudium Illustration und Grafik bei Prof. Eva Natus-Šalamoun

1981 – 1986
Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design, Halle, Studiengang Grafik, Fachrichtung Grafikdesign bei Prof. Gerhard Voigt, Abschluss mit Diplom

Lehrtätigkeit

seit 1998
Professorin an der Hochschule Merseburg, Lehrgebiet Visuelle Kommunikation, Grafikdesign

2009 – 2010
Professorin an der German University in Kairo, Ägypten

1998
Berufung als Professorin an die Hochschule Merseburg

 

Über mich

Malerei im Großformat

Mich interessieren schlichte Sujets wie Details,  betont unspektakuläre Landschaften oder Ausschnitte. Der Reiz sie großformatig zu interpretieren ist groß, weil mir ein Format von 230cm x 190cm unendlich viele Möglichkeiten für malerische Erfindungen bietet. Ständig probiere ich neue Techniken aus, die Farbe auf die Leinwand zu bringen. Wenn das Bild mich beim Malen überrascht – dann bin ich im Flow. In ein Großformat kann man mit Haut und Haar eintauchen.  Das spürt auch der Betrachter.

Kerstin Alexander, Mai 2017

 

Malerei und Motiv

Eine Gewitterwolke hängt am Himmel, einen Augenblick lang steht die Welt still, gelbes Licht ergießt sich plötzlich zwischen fahle Äste und in Fensterrahmen. Landschaften und Lebensräume lassen den Menschen ahnen. Unsichtbar ist er anwesend. Fühlt mit. Das abgelegte Kleid auf einem Sessel, ein geöffnetes Fenster, Gespräche, Musen, ein Löwenreiter – alles ist im Kopf gerade geschehen. Es geht immer um den Menschen.  Rückzug suchend, das Ende der Schönheit wähnend werden schwebende Momente wertvoll und malerisch notiert.  Ähnlichkeiten in Baumbewuchs oder Bezugsstoff dienen bestenfalls als formale Anregung. Lebensräume beherbergen Gefahr, Aufatmen, Lebensfreude und das Vergehen. Alles ist zu jedem Augenblick fragil. Was zur malerischen Auseinandersetzung verführt ist die Spiegelung der Gefühle als Vermutung von Realität.

Kerstin Alexander, März 2017

 

Wiederholungstaten

Es gibt Motive, die immer wiederkehren: Windräder, Wohnräume, meine Gärten in Halle und Jena, die Familie, Freunde. In diesem Buch habe ich einige einander gegenübergestellt, weil ich mich dazu bekenne. Was mich einmal interessiert, wird mir nie langweilig.
Ich zähle Gegenstände nicht visuell auf oder arbeite sie ab, sondern benutze die Gegenständlichkeit nur in dem Maße, wie sie mir hilft, den stets unterschiedlichen Kanon der Motive zu erzählen. Ein Garten kann Geborgenheit, Aufatmen, aber auch Leere und Gefahr ausstrahlen je nach Situation, Besucher, Lebensumstand. Windräder sind weder gut noch schlecht. Sie können heute integriert und grafisch, aber morgen auch dominant und gespenstisch wirken. Der Unterschied liegt im Geflecht der Wahrheiten, im Kanon des Erzählten, dem sich der Maler beim Malen stellt.

Kerstin Alexander, Februar 2017

 

 

 

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